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BIOGRAFIE
Kurt Kren
Geboren:1929 in Austria // Verstorben: 1998 in Austria
Emigrierte als Kind nach Rotterdam. 1947 Rückkehr nach Wien. Ab 1950 Beamter in der Nationalbank. Findet bald Zugang zu den damaligen Künstlertreffs Strohkoffer und Art-Club. Ab 1952 experimentelle 8mm-Filme (u. a. gemeinsam mit Konrad Bayer), die jedoch verloren sind, und enger Kontakt mit Marc Adrian und Pahdi Frieberger, später auch mit der Op-Art Künstlerin Helga Philipp. Seit 1957 16mm-Arbeiten mit serieller Montagetechnik, die zu Krens Hauptwerken zählen. Kren gilt damit, neben Peter Kubelka (der auch Krens erste Filmvorführung 1961 in der Wiener Galerie nächst St. Stephan organisiert), als richtungsweisender Vertreter des Strukturellen Films. 1964-65 filmt er die Materialaktionen von Otto Mühl und Günter Brus. 1966 Teilnahme am Destruction-in-Art-Symposium in London, bei dem die Wiener Aktionisten zum ersten Mal im Ausland auftreten. 1968 erste Amerikareise mit Filmvorführungen in New York und St. Louis. Im selben Jahr Teilnahme am Happening "Kunst und Revolution" an der Wiener Universität (Krens Filme werden dabei von der Polizei beschlagnahmt) und Kündigung des Nationalbankpostens. 1971-76 Übersiedelung nach Köln, wo er u. a. mit der Produktion der "Boxen" beginnt und das Projekt "Kunst bleibt Kunst" betreibt. Seine Werke werden mittlerweile von der Londoner und New Yorker Filmmakers Cooperative sowie der Münchner P.A.P.- Progressive Art Production vertrieben. Seit 1977 zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen. 1978-89 lebt Kren in Amerika. Er heiratet Marnie Rogers und kehrt 1979 kurzfristig mit einem DAAD-Stipendium nach Europa zurück. 1980 trennt sich das Paar, Kren übersiedelt nach Kalifornien und lebt ohne festen Wohnsitz, z. T. im Auto. 1981 arbeitet er als Abreißer von Holzhäusern in New England, lebt vom Verkauf des Bruchholzes und zieht nach Austin, später nach Houston/Texas. Dort bringt ein Benefiz-Konzert der Punk-Band Really Red für Kren 1000 Dollar. Von 1983-89 Arbeit als Museumswärter im Museum of Fine Arts in Houston. Zahlreiche Filmvorführungen in diversen Städten und Ankäufe durch internationale Sammlungen. 1989 Rückkehr nach Österreich. Mitbegründer des Vienna Institute of Direct Art und der Austria Filmmakers Cooperative. Mitglied der Wiener Secession; des Vienna Institute of Direct Art (1966), der London Filmmakers Coop (1967), der New York Filmmakers Coop (1968), der Progressive Art Production München (1968), der Grazer Autorenversammlung (1973).
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